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Norwegens interessantester Musik Export veröffentlicht langerwartetes Debut Album ›Baltus‹

Nach Erscheinen seiner selbstbetitelten EP im Mai 2016 wurde der in Oslo lebende Sänger, Songwriter und Produzent Kai Gundelach innerhalb eines Jahres vom Underground-Darling zum europaweiten Pop-Phänomen. Internatonale Radiosender spielten seine Songs in heavy rotation, Medien und Streamingportale feierten sein cooles Falsetto und den analog-elektronischen Sound der Produktion, die aufgrund ihrer typisch nordischen Melancholie gern als ›Nordic-Pop-Noir‹ umschrieben wird. Nach zahllosen Konzerten und Festivalauftritten in ganz Europa im vergangenen Jahr ist nun für März 2018 der Release seines Debutalbums ›Baltus‹ angekündigt.

Begeleitet wird diese Veröffentlichung mit einer ausgedehnten Europa Headliner Tournee, die Gundelach auch für vier Shows nach Deutschland führt.

Kaum war seine Debut EP ›Gundelach‹ erhältlich, fand Kai Gundelach sich umgehend auf unzähligen Bühnen in ganz Europa wieder, mit einer überragend besuchten Homecoming Show im Rahmen des Oyafestivals als nur einem von vielen Höhepunkten. Doch trotz aberwitziger Nachfrage nach Live Auftritten war sein Plan von vorherein, möglichst schnell neue Musik aufzunehmen und herauszubringen.

Nachdem er schnell feststellte, dass die Annäherungsversuche mit diversen Labels nicht in die gewünschte Richtung gingen, stellte Gundelach sein Debutalbum ›Baltus‹ schließlich allein in seinem Homestudio fertig.

Das Album setzt ganz bewußt darauf, nicht nur weitere Varianten der EP Songs zu liefern, sondern neue Wege zu gehen und Gundelachs eigene musikalische Sprache zu definieren. ›Baltus‹ überzeugt mit zurückgelehnten Grooves, vielen Pop-Hooks und 80er Jahre Einflüssen – und selbstverständlich liegen auch hier die typisch melancholischen Blauschatten über allem. Aus diesem Kontext ergibt sich auch der Albumtitel: Gundelach benannte es nach einer Krähe, die über 12 Jahre in einem Baum im Garten seines Elternhauses lebte und irgendwann auf den Namen Baltus getauft wurde – und die inzwischen als Tätowierung auf seinem Unterarm verewigt ist. »Früher stand die Krähe für den Tod und Dunkelheit, heute eher für Melancholie und Verlust. Ich fand die Idee eines abstrakten Namens für die Platte perfekt – sie fühlt sich für mich wie eine ›Krähen Platte‹ an, da sie ein wenig einsam und traurig ist, falls man das nachvollziehen kann..«

Kontrastreich trifft auf ›Baltus‹ die Schwermütigkeit der Texte auf Musik von verträumter Schönheit und teilweise gar Euphorie. Warme Synthieflächen treffen auf wohltemperierte Beats und über allem thront stets Gundelachs berührender Gesang und verleiht dem Ganzen so hoffnungsfrohe Erhabenheit. Wenn man bedenkt, dass die Hälfte der Lieder aus einer Zeit stammt, in der Gundelach, damals in seinen frühen Zwanzigern, mit Depressionen zu kämpfen hatte, erschließen sich Stimmung, Artwork und Titel umso deutlicher. Doch auch wenn einige Gesangstakes auf 2011 oder 2012 zurückdatieren, ist die Instrumentierung von heute – und setzt somit einen bewussten Kontrapunkt zur Schwere der verhandelten Themen, wohl wissend, dass es Gundelach diese schwierige Zeit überwunden und erfolgreich hinter sich gelassen hat.

So bleibt ›Baltus‹ zwar keine bequeme oder leicht zu konsumierende Platte, jedoch eine umso tröstlichere, da sie Erfahrungen verarbeitet und teilt, die jeder in ähnlicher Form aus seinem eigenen Leben kennt, einer Platte, die alles Zeug dazu hat, zu einem treuen Begleiter in schweren Zeiten zu werden, die ihrem Hörer neben Zuversicht auch das gute Gefühl gibt, nicht allein zu sein.

 

 

 

Künstler

Veranstaltungsdatum

Mai 23, 2018

Einlass

19:30 PM

Veranstaltungsort

Milla